Aber was, um Himmels willen, hat es denn plötzlich mit dem Himmel auf sich ?! Den hat doch niemand erwähnt !
Richtig, und gerade das ist hier auch so entscheidend !!!
Um das zu verstehen, gilt es nun, zunächst einmal festzustellen, dass Fehler in der Spachkommunikation als selbstverständlicher Bestandteil zu unserer Lebenswirklichkeit gehören.
Wir erleben sie tagtäglich und sehen darin auch kein großes Problem, weil wir schließlich als aufmerksame, wohlwollende Zuhörer gelernt haben und sogar gesetzlich verpflichtet sind (GG Art. 20-1), sozialverträglich damit umzugehen.
Eine besondere Vorsicht und vor allem auch eine erhöhte Sorgfaltspflicht ist aber zwangsläufig immer dann geboten, wenn es sich in wichtigen Angelegenheiten um sehr kurze Äußerungen handelt.
Diese verfügen nun mal nicht über einen mitgeführten Kontext, an welchem sie im Falle von etwaigen "Signalstörungen" festgemacht und intuitiv verifiziert werden könnten.
Eine Missachtung dieser Tatsache verstößt gegen GG Artikel 20:
Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
Führen wir uns dazu die Situation meiner Lebenspartnerin mal etwas genauer vor Augen:
Sie war beim Betreten des Hausflures von ihrer Vermieterin, wie schon oftmals zuvor, grundlos angepöbelt worden.
Genervt ging sie einfach weiter und stöhnte dabei nichts weiter als ein leises "Ach Gott" vor sich hin.
Sofort ertönte darauf ein großes Gezeter von der Gegenseite
(im Sinne von):
"Unverschämtheit ! Sie hat [A‑Wort] zu mir gesagt !!! –
Herr B., Sie sind mein Zeuge ! Das gibt eine Anzeige !!!"
Es waren dabei auch mehrere akustisch bedingte Störfaktoren der Sprachverständlichkeit aufgetreten, welche ich später gerne noch erörtern werde (siehe nachfolgende Beiträge). Aber auch ohne dies hier vorwegzunehmen ...
Wir erkennen schon auf Anhieb und nach reinem Augenschein, wie leicht diese beiden Ausdrücke sich miteinander verwechseln lassen:
A.......ch..g..o..tt.[ch]
A.(r).s.ch..l..o......ch.
Ausgerechnet die stimmhaften Vokale "A" und "o", welche man natürlich am stärksten heraushört, bilden dabei ein vollkommen identisches Grundgerüst.
Das gestöhnte "tt" von "G o tt" führt zu einem unbeabsichtigten Frikativ "(G o tt)..ch", und endet infolgedessen sehr ähnlich dem damit verwechselten "‑ l o ch".
Das "(r)" ist in unserem Sprachgebiet gewöhnlich nicht zu hören, weil es nicht gerollt wird.
Die Verwechslung von "ch" und "sch" wird auch in einem Comedy-Sketch von Carsten Strauch verwendet:
Fazit:
Dieser Kontext kann gegeben sein durch zusätzlich unverwechselbaren Sprachinhalt, wie z.B.:
So, und damit haben wir endlich die Lösung:
Und deshalb auch in Homage an Petrus:
Auf "dem Felsen" dieser Erkenntnis, baue ich "meine Überzeugung" 1 :
Das Amtsgericht Euskirchen hat es in dieser Angelegenheit versäumt, durch lediglich ca. 10 Minuten aufmerksamen Lesens 2 einen mutmaßlichen Prozessbetrug zu unterbinden, sowie der Beklagten einen im höchsten Maße unverdienten, unsäglichen Leidensweg 3 zu ersparen.
1) Auch wenn die Angelegenheit sehr ernst ist: dieses biblische Wortspiel konnte ich mir einfach nicht verkneifen.
2) Mehr Zeit wäre bei diesem ganzen Mumpitz für zumindest mal einen Anfangsverdacht nicht nötig gewesen.
3) Wem das momentan zu überschwänglich klingt, dem werden nach dem Lesen weiterer Beiträge ganz bestimmt noch "die Ohren schlackern"!
Ergänzende Hinweise:
Ein logischer Kontext kann ferner gegeben sein (oder auch fehlen) über die Körpersprache:
Ein Zeuge der Klägerin hat dazu (unabsichtlich) eingeräumt, dass meine beschuldigte Partnerin abgewandt und vor sich hin gesprochen hat.
Selbst dann, wenn wirklich [A-Wort] gesagt worden wäre (!), woran wollte dann die Klägerin erkannt haben, dass sich das auf sie selbst und nicht auf den Zeugen bezogen hätte.
Ein logischer Kontext kann ferner gegeben sein (oder auch fehlen) in semantischer Hinsicht:
Geradezu peinlich und entlarvend ist für mich auch der Umstand, dass es offenbar niemandem auffiel, dass [A‑Wort] im Deutschen ausgesprochen männlich konnotiert ist, ebenso wie auch in allen anderen Sprachen, zu welchen ich dies recherchieren konnte. Frauen haben untereinander ganz andere Schimpfwörter ("Blöde Kuh", etc.).
Auf Google bekommen wir für [A‑Wort] ca. 9.000.000 Suchergebnisse, welche sich so gut wie ausschließlich auf männliche Personen beziehen.
Wodurch sollte nach gesundem Menschenverstand die "überwiegende Glaubhaftigkeit" dieser Anschuldigung gegeben sein,
wenn doch jegliche Lebenserfahrung und sogar maßgebliche Zahlen dies a absurdum führen.
Weiterlesen:
Verstehen ist die Ausnahme ...